Mind Mapping

Mind Mapping - die Technik “der merkwürdigen Bilder” ist ebenfalls ein Favorit unter den Kreativtechniken und hilft bei der Ideenfindung.


 

Mind Mapping - die Technik der merkwürdigen Bilder
Mind Mapping - die Technik der merkwürdigen Bilder

Tony Buzan, ein britischer Mentaltrainer und Autor, prägte den Begriff der "Mind Map" und sorgte für die Einführung und die erste Verbreitung. Auf den ersten Blick, könnte man meinen, ist Mind Mapping nur eine sogenannte Visualisierungstechnik, also eine Möglichkeit, einen Sachverhalt übersichtlich "sichtbar" zu machen.

Die Möglichkeiten des Mind Mappings sind nach allen Erfahrungen aber allerdings nahezu unbegrenzt. Mind Mapping ist eine sehr effiziente und universelle Kreativitäts-, Notiz- und Merktechnik, bei der die Funktion des Gehirns optimal genutzt wird. Mind Mapping regt sehr die Kreativität eines Menschen an.

Viele Menschen, die wir heute als Genies bezeichnen, benutzen Mind Mapping als permanenten Begleiter in ihrem täglichen Leben. Herkömmliche Notizen oder Diagramme nutzen typischerweise nur die linke Gehirnhälfte. Diese Hälfte des Gehirns ist (bei den allermeisten Menschen) für analytisches Denken zuständig. Hier werden Sprache, Logik und Zahlen, geordnete und lineare Dinge verarbeitet. Die rechte Gehirnhälfte beinhaltet jedoch das bildliche Vorstellungsvermögen. Hier werden Formen, Farben, Muster und Rhythmen verarbeitet.

Eine Mind Map nutzt die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte zusätzlich zur linken Gehirnhälfte. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns bestmöglich ausgeschöpft.

Mind Mapping - Eignung

Mind Mapping eignet sich daher besonders für die Ideenfindung, aber eben auch für die Planung, Strukturierung von Wissen, Protokollerstellung, Vorbereitung von Referaten, Seminaren und Themenübersichten.

Mind Maps eignen sich zudem auch hervorragend für persönliche Brainstormings und Notizen jeder Art, zum Beispiel in einem Meeting oder Seminar, beim Lesen von Artikeln/Büchern, bei der Erstellung von To-Do-Listen und besonders auch am Telefon.

 

Mind Mapping - Wie es funktioniert

Mind Mapping funktioniert sowohl in der Gruppe als auch in der Einzelanwendung. Um sich der Methode zu nähern, kann man jederzeit selber damit anfangen. Hier die wichtigsten Regeln, wie sie in der einschlägigen Literatur beschrieben werden.

  • Das Arbeitspapier (je größer desto besser) wird idealerweise im Querformat genutzt! In die Mitte der Seite wird ein Kästchen oder besser ein einprägsames Bild oder eine kleine Skizze gezeichnet, die das zu behandelnde Hauptthema darstellt.

  • Von diesem zentralen Begriff oder Bild ausgehend wird spontan für jeden tiefergehenden Gedanken beziehungsweise Unterpunkt eine Linie gezeichnet, die weder gerade sein muss oder noch sonstigen Regeln unterliegt.

  • Auf dieser Linie werden die einzelnen Schüsselworte zu den Unterpunkten geschrieben. Diese Worte sollten in Druckbuchstaben eingetragen werden, um die Lesbarkeit und Einprägsamkeit der Mind Map zu erhöhen.

  • Von den eingezeichneten Linien können wiederum weitere Linien ausgehen, auf denen die einzelnen Hauptgedanken weiter untergliedert werden. Von diesen weiterführenden Linien können wieder andere Abzweigungen ausgehen bzw. ausstrahlen.

  • Benutzen Sie vielleicht auch unterschiedliche Farben , um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Gleichzeitig können beispielsweise auch zusammengehörende Gedanken und Ideen leicht durch Verwendung der gleichen Farbe verdeutlicht werden.

  • Auch zusätzliche Symbole, wie zum Beispiel Pfeile, kleine Bilder, gemalte Ausruf- oder Fragezeichen und natürlich auch selbst definierte Sinnbilder, sind erwünscht; sie erleichtern die Erfassung des Inhalts und können helfen, einzelne Bereiche besser abzugrenzen oder hervorzuheben.

  • Bei der kreativen Arbeit sollte man sich aber nicht allzu lange damit aufhalten an welcher Stelle die Mind Map weiter ergänzt wird. Das stört nur den freien Gedankenfluss, denn Sie denken normalerweise schneller als Sie schreiben. Umstellungen können später immer noch in einer Neuzeichnung vorgenommen werden. Dieser Ablauf hat außerdem den Vorteil, sich ein weiteres Mal mit den visualisierten Gedanken zu befassen. So kann der Inhalt besser verarbeitet, erinnert und verstanden werden und es besteht die Chance, den entscheidenden Gedanken gerade bei dieser Neugestaltung zu bekommen.